Warum ist der Energieausweis bei uns im Vergleich zu anderen Internetanbietern so teuer?

Der Gebäudeenergieausweis soll die energetische Qualität eines Gebäudes dokumentieren! Er wurde mit der Energieeinsparverordnung 2007 eingeführt. Werden die Daten durch den Eigentümer erhoben dann ist der Eigentümer auch für die Richtigkeit der Daten verantwortlich. Der Ersteller von Energieausweisen ist verpflichtet die Angaben auf Plausibilität zu prüfen. Wir erfüllen diese Plausibilitätsprüfung indem wir die Daten persönlich eingeben und kontrollieren. Fallen uns Ungereimtheiten auf, nehmen wir mit Ihnen Kontakt auf um diese zu klären. Durch die persönliche Eingabe der Daten wollen wir eine hohe Sicherheit für Sie schaffen und Sie vor eventuellen rechtlichen Fragen schützen. Ein falsch erstellter Energieausweis kann erhebliche rechtliche oder finanzielle Folgen haben. Die meisten Internetangebote für die Erstellung von Energieausweisen basieren auf einer Automatisierung. Die vom Nutzer eingegebenen Daten werden direkt in den Energieausweis übernommen  und automatisch per Mail verschickt bzw. ausgedruckt. Eine Prüfung auf Fehler und Ungereimtheiten erfolgt nicht oder nicht in ausreichendem Umfang. Wir bieten unseren Service überwiegend für den Umkreis Rostock an, um persönlich erreichbar für Sie zu sein und um uns auch vor Ort ein Bild machen zu können. Sollte eine vor Ort Besichtigung notwendig werden bzw. soll die Datenverarbeitung durch uns erfolgen werden weitere Kosten fällig!

Was ist ein Energieausweis?

Der Energieausweis dokumentiert die energetische Qualität eines Gebäudes. Er dient dabei im Neubau und bei einer grundlegenden Sanierung von Gebäuden als öffentlich- rechtlicher- Nachweis für die Einhaltung der erforderlichen Grenzwerte der aktuellen Energieeinsparverordnung. Weiterhin soll er ein Vergleichsinstrument für die Mieter und Käufer von Immobilien darstellen. Der Mieter bzw. Käufer soll die Möglichkeit haben, die energetische Qualität eines Gebäudes in seine Miet- oder Kaufentscheidung mit einzubeziehen. Energieausweise sind für 10 Jahre gültig! Der Gesetzgeber hat zwei Arten von Energieausweisen vorgesehen. Zum einen den bedarfsorientierten und zum zweiten den verbrauchsorientierten Energieausweis. Im verbrauchsorientierten Energieausweis wird der reale Verbrauch der letzten 3 Jahre erfasst. Für Gewerbeeinheiten wird zusätzlich der Stromverbrauch dokumentiert. Da der Verbrauch stark nutzerabhängig ist, ist zumindest bei Einfamilienhäusern die Vergleichbarkeit dieses Energieausweises eingeschränkt. Je mehr Wohneinheiten ein Gebäude hat, umso besser wird die Vergleichbarkeit. Dieser Energieausweis darf nicht für Wohngebäude erstellt werden, deren Bauantrag vor den 1. November 1977 gestellt wurde, weniger als 5 Wohneinheiten hat und deren Wärmeschutz nicht auf das Niveau der Wärmeschutzverordnung von 1977 gebracht wurde. In diesen Fällen darf nur ein bedarfsorientierter Energieausweis erstellt werden. Liegen die Abrechnungsdaten vollständig vor und sind alle relevanten Daten bekannt, dann ist dieses sicherlich der kostengünstigere Energieausweis. Aber Achtung, fehlen Daten oder müssen diese recherchiert oder Vor- Ort ermittelt werden, können die Kosten schnell ansteigen. Es ist auf jeden Fall sinnvoll den Ersteller des Energieausweises greifbar und in der Nähe zu haben. Stellt der Eigentümer die Daten zusammen, dann ist dieser auch dafür verantwortlich, der Aussteller des Energieausweises ist nur zur Plausibilitätsprüfung verpflichtet.  Ein seriöser Anbieter wird die Daten immer genau prüfen und ggf. rückfragen.  Bei Gewerbeeinheiten ist der Sachverhalt meist noch schwieriger. Gerade wenn es um die Bestimmung der Bezugsflächen und der Vergleichswerte geht. Oftmals ist hier ein Vor- Ort- Termin notwendig. Der bedarfsorientierte Energieausweis hingegen basiert auf einer genormten Berechnung. Da die Berechnungsmodelle vom Nutzerverhalten unabhängig sind, bietet dieser Ausweis eine deutlich bessere Vergleichsmöglichkeit. Das hat nichts mit den realen Verbrauch zu tun. Dieser kann deutlich höher aber auch geringer ausfallen. Bei  Bestandsgebäuden ist ein Vor- Ort- Termin unabdingbar um die Anlagentechnik sowie  die  energetische Qualität des Gebäudes zu erfassen.  Bei Neubauten  ist dieses nicht zwingend erforderlich,  da es für das Gebäude Planungsvorgaben gibt und es ja meist noch gar nicht gebaut ist. Neubau von Gebäuden Seit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung 2013/14 ist der Bauherr bzw. der Eigentümer in der Pflicht dafür zu sorgen, dass ihm nach der Fertigstellung des Gebäudes ein Energieausweis übergeben wird. Das ist nicht mit dem Wärmeschutznachweis zu verwechseln. Der Energieausweis besitzt eine Registriernummer und soll das tatsächliche Gebäude dokumentieren, das heißt, alle Änderungen in der Bauzeit an der thermischen Hülle und der Anlagentechnik müssen dort dokumentiert sein. Steht auf dem Energieausweis Vorschau und oder besitzt er keine Registriernummer, dann ist dieser auch nicht gültig. In der Energieeinsparverordnung 2013/2014 heiß es unter §16 dazu: "Wird ein Gebäude errichtet, hat der Bauherr sicherzustellen, dass ihm, wenn er zugleich Eigentümer des Gebäudes ist, oder dem Eigentümer des Gebäudes ein Energieausweis nach dem Muster der Anlage 6 oder 7 unter Zugrundelegung der energetischen Eigenschaften des fertig gestellten Gebäudes ausgestellt und der Energieausweis oder eine Kopie hiervon übergeben wird. Die Ausstellung und die Übergabe müssen unverzüglich nach Fertigstellung des Gebäudes erfolgen." Quelle: Auszug aus Nichtamtliche Lesefassung der Energieeinsparverordnung v. 16.10.2013 Ohne Registriernummer und mit dem Aufdruck Vorschau sind die Ausweise nicht gültig! Der Gesetzgeber sieht bei Verstößen Bußgelder von bis zu 15.000 € vor. Energieausweise die noch nach der Energieeinsparverordnung von 2009 erstellt worden sind, sind natürlich auch weiterhin, für max. 10 Jahre, gültig. Diese Energieausweise besitzen noch keine Registriernummer! Grundsätzlich benötigen alle Gebäude die verkauft, vermietet oder verpachtet werden sollen einen gültigen Energieausweis. Die EnEV beschreibt auch einige Ausnahmen von Gebäuden die nicht unter die Verordnung fallen. Diese sind hier nicht aufgeführt. Bitte beachten Sie, dass dieser Text die Energieeinsparverordnung nicht vollständig beschreibt und auch nicht den Anspruch darauf erhebt.
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12/2018
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